Eva

Eva – seit Septembember 2018

Die 13jährige Eva steht im September bereits seit ca. 18 Monaten auf der Warteliste bei einer Vertragstherapeutin für einen ambulanten Psychotherapieplatz. Im September 2018 nutzte sie die psychotherapeutische Sprechstunde einer weiteren Vertragstherapeutin, die eine Indikation für eine ambulante psychotherapeutische Akutbehandlung oder sofortige Jugendpsychotherapie bestätigte, aber wegen zu langer Wartezeiten ebenfalls keinen Therapieplatz anbieten kann.

Die Suche geht weiter. Eva stellt sich bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin ohne Kassenzulassung vor. Hier besteht die Aussicht auf einen ambulanten Psychotherapieplatz mit sofortigem Behandlungsbeginn – ohne weitere Wartezeit.

Die Mutter wendet sich an die Krankenkasse mit einem Antrag auf Kostenerstattung gem. § 13 Abs. 3 SGB V.

Hier die Antwort der Krankenkasse:

Eva hat bis heute keinen ambulanten Psychotherapieplatz bei einem Vertragstherapeuten gefunden oder die Kostenerstattung bei einem Privatbehandler von der Krankenkasse bewilligt bekommen.

Aktueller Stand im Mai 2019:

Eva hat bis heute weiterhin keinen ambulanten Psychotherapieplatz gefunden, den ihre gesetzliche Krankenversicherung finanziert. Das Antragsverfahren bei der Krankenversicherung auf Kostenerstattung einer Privatbehandlung befindet sich weiterhin im Widerspruch.

D.h., die 14jährige Eva wartet nun bereits seit 26 Monaten auf eine indizierte ambulante Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.